Coronawochen im Kamptal

Ja, eigentlich hätte es nicht schöner sein können, Andrea und der Hofrat verbrachten herrliche Tage am Land, wäre da nicht der gsch,…… Virus. Am Anfang hörten wir permanent Nachrichten, stellten dies aber bei Zeiten ein. wir kochten genossen unser Haus, die Zeit und Natur. Doch plötzlich, ich machte nach einer Wanderung ein kleines Schlaferl, und wie ich aufstehen wollte, drehte es mich komplett, ich legte mich zurück, probierte es wieder, und es wurde mir wieder schwindelig, alles drehte sich. Es erinnerte mich an meine Jugend als ich mal so ein zu starkes Zigaretterl, ihr wisst schon, so ein lustiges, rauchte, und sich alles zu drehen begann. Ja , aber das ist eine andere Geschichte.Immer wieder begann es mich zu drehen, aber meist nur im Bett und beim aufstehen. Es war ein wenig beunruhigend, und zog sich über mehrere Tage, ja Wochen.Irgendwann las ich dann über einen Lagerungsschwindel, welcher mir von 2 lieben Ärztefreunden bestätigt wurde. Mir wurde ein Medikament verschrieben, dass der Hofrat kommen ließ, und siehe da, nach 2-3- Tagen, insgesamt nach 14 Tagen war es weg!! Danach begann er wieder mit seiner Liebsten zu Mountainbiken, natürlich vorsichtig, herrlich in dieser teilweise sehr unberührten Natur. Nebenbei baute er eine Stiege, vom Steg ins Wasser und vieles mehr. Dann kam Ostern, ein Ostern ganz alleine, ohne Familie, das war schon ein wenig traurig. Wir blieben brav zuhause und ließen uns das wenige das wir benötigten, liefern. Dann nach Ostern, als die Geschäfte teilweise wieder öffnen durften, besuchten wir zum ersten mal 2 Geschäfte, ganz vorsichtig, sogar ein wenig unsicher, es war ja für uns Neuland! Am Land war alles harmlos und unproblematisch. Die letzten Wochen, stellten sich aber immer mehr die Sorgen um das Geschäft ein, um das Posthorn. Wie es wohl weitergehen soll, wann man endlich wieder mit Freunden essen gehen darf, wann endlich dieser Virus wieder fort ist, wann die Regierung es erlaubt, und unter welchen Auflagen? Um so länger der Hofrat nachdachte, umso klarer wurde ihm. Dass das, noch lange dauern wird, und dass nichts mehr so sein wird wie es war, kein Zusammenrücken, keine Gemütlichkeit, keine Stimmung,…es wird lange dauern, bis es eine Impfung gibt, und wieder alles so wird wie es gehört, bis wir wieder Party machen können, dürfen. Da sich wöchentlich alles um das Aufsperren der Gastronomie ändert, warten wir angespannt auf den 15.Mai, da soll es losgehen, die Frage ist nur unter welchen Auflagen, denn wenn jeder Tisch 2 Meter Abstand haben muss, passen nur 6-7 Tische ins Posthorn, wenn wir weiterhin nicht mit Freunden essen gehen dürfen, so werden die meisten Tischbelegungen mit 2 Personen sein, das heißt mit 18-20 Personen ist das Lokal voll! So kann ich aber nicht meine Mitarbeiter bezahlen, das rechnet sich nicht! Ähnlich ist es mit dem Abholen von Speisen, denn wenn ich 2 Mitarbeiter damit beschäftige, rechnet sich das auch nicht. So kompliziert ist es geworden. Aber es wird weitergehen, ich telefoniere wöchentlich mit meinen Mitarbeitern, damit wir dann auch falls es möglich ist,  rechtzeitig bereit sind. Wir vermissen Euch schon sehr, sehr!  Bleibts gesund, bis bald Euer Hofrat,